Gelehnt an einen Stamm mit der Fingerkuppe die Rinde entlang fahren von den Wurzeln zu den Ästen
Das Rauschen der Blätter Jedem Baum wohnt eine Melodie inne Die Gerüche der Nadeln von Tanne, Fichte, Föhre, Zirbe Das erste Spielzeug geformt aus Zapfen, Kastanien, Nuss-Schalen
Kurz der Blütenrausch Der Mai-Baum mit Bändern geschmückt Darunter getanzt Der Kirschbaum, tiefrot In seinem Schatten ein erster scheuer Kuss
Die Sommerferien Lesend in der Krone eines Apfelbaumes Der weiße Bast der Birke Ein Lied im Wald - Die Pappel Allee
Pflaumen-, Birnen- und Apfelbäume Erntezeit Herbst - weingetränkt Das Fallen der Nüsse Das Blättersammeln Farbsymphonie in satten Tönen Der Farbrausch entlang der Baumgrenze Tiefgelbe Lärchen Die glatten Flächen der Kastanien
Die Zeder aus dem Epos von Gilgamesch Aus Tannenzweigen der Adventkranz Eine Fichte als Weihnachtsbaum Das Kreuz an der Wand aus Eiche Eingeschlossen im Sarg aus Buchenholz
Das bis zum Hals schlagende Herz brechende Nägel ergrauendes Haar trockene Haut zwischen den Falten unter den Augen näher am Fluss
Denken gebremst von Vergangenem im Zeitfenster zurück ein langer Blick nach vorne gerichtet das Ende kurz vorbei an Gräbern und Urnen
Einmal Sehen ohne das Wieder
Abschied ein Lied gesungen in Stunden eng gebunden an ein Meer von Augen die winken
Gefühle versengt an ein weißes Blatt gelehnt im Feuer verbrennen zu grauer Asche am Tisch eine Flasche gefüllt mit Wein pur und rot so tritt er näher ist allein der Tod
Wartet als letzter Gefährte nimmt an sich Der Seele Atem Der Sonne Meer Wellen von Licht
Linien von Zügen in Richtungen verwachsen gekreuzt von Zeitbegebenheiten
Die Minderwertigkeit vom Vater
Von der Mutter die Angst Das mitgegebene Amen Stürzend das Licht
des Alltags erbrochen Mit dem Kopf voraus Ein Reflex fürs Leben
Bewusstes Sein Wissen in Worten zu Sätzen gegossen Das Denken ein Muster quert den Kopf zum Körper gespannt Vernetzte Drähte
geöffnet von Durchgängen
schaffen freien Raum
Der kleine Finger sucht den Punkt in der Mitte des blickenden Auges das auf eine Wolke gerichtet schaut
Der Blick benamt den Weg des Erschauten in eine Richtung unabänderbar
In Ziffern geschlossen
die Zeit der markierten Einheiten verschieden das Maß vom nackten Überleben und goldenen Zähnen
Konzentriert fängt der linke Nasenflügel Luft ein hält sie an für wie lang zu kurz
So bewegt Atem stehend fließend fliegend außen innen außen
Nebeneinander liegende ineinander verflochtene Kreisläufe Gras und Erde eingeschlossen von Beton und Stahl
Stoff der Struktur Fleisch und Blut aneinander kleben Signale des Hungers des Dursts Mahl-Zeiten der Liebe mit ins Grab genommen
Ausgehaucht.....................