Die Liebe ein Baum, mächtig, verletzbar, Äste wie Arme, dem Ewigen entgegengestreckt, in der Tiefe, nach Erneuerung suchend, die Wurzeln. Blätter, vom Pinsel des Lebens gefärbt, raunen in die Wellen des Windes ihre zeitlosen Melodien. Zu Blüten geworden die Zärtlichkeit, erlösende Umarmung ihr Duft, im Samen verborgen das Sein. Kraftvoll der Stamm, Bollwerk die Rinde, Wunden, vernarbt. Axthiebe - wieder und wieder geführt. Einer zuviel, der Fall!
Die Liebe ein Baum
Damals
Damals, als der Mond zersprang und seine Silberteilchen im Sonnenlicht zur Erde glitten, stellte das Leben seine Weichen und gab den Schlüssel zum Erwachen mir.
Ich öffnete die Tür. Und Sekundenlicht des Augenblickes begannst Du am Klavier des Lebens, leise und sanft, die Melodie der Unvergänglichkeit zu spielen
Es war
Es war um Mitternacht oder danach, als meine Liebe Deine Maske zerbrach.
Du weintest, Du bebtest, Du fühltest Dich nackt. Erstmals seit Jahren wurde Nähe zum Akt.
Die Zärtlichkeit reichte den Scherben die Hand.
Es war auch die Maske, die einst uns verband.
Lange wartete ich
Lange wartete ich in der Ankunftshalle des Lebens auf mich. In allen Zügen hatte ich Ausschau nach mir gehalten, konnte mich aber nicht finden. Die eisigen Krallen der Angst hatten meinen Schatten aufgerissen, hinter dem ich Schutz gesucht hatte.