Zeitzug-Autoren

 

Mit jedem der rechts alphabetisch angeführten Autorinnen und Autoren verbindet mich ein Gedanke, eine Begegnung, ein Stück gemeinsamer gegangener Weg, ein Gespräch, ein Augen- und Lichtblick. Verbunden fühle ich mit dem russischen Dichter Igor Pomerantsev, der seit 1991 in Prag lebt und als Produzent für Radio-Kultursendungen in russischer Sprache tätig ist. Viele seiner Beiträge werden auf dem Zeitzug erstmals in englischer und/oder deutscher Sprache publiziert. Er ist einer der Initiatoren des 2010 in Czernowitz ins Leben gerufene Literaturfestivals "Meridian Czernowitz". Für das literarische Kulturgeschehen in Prag ist der aus New York stammende Dichter Michael March und sein Prague Writers' Festival ein Impulsgeber. Während meiner Frankfurter Zeit waren die Gespräche mit Hans F. Krebs, Professor für Kommunikationsdesign, wegbereitend für jene mit Rupert Riedl, dem fächerübergreifenden Wanderer und Forscher zwischen Wissensgebieten. 

 

Lesend in Zwischen-Stationen von Raum und Zeit

Sprache? Ausdrucksmittel, Werkzeug, ein Weg des Austausches basierend auf verschiedenen Grundlagen. Das Verwobensein eines Wortes mit einem Begriff, den ich einmal gehört und übernommen habe und der sich mir eingeprägt hat, mein Denken hinterfragt. Die Intensität einer Frage mündet über Windungen, Abstürzen, Leerläufen bei verschiedenen Quellen, die mein Leben nähren.

Zeitzug-AutorenAllmende, eine Gemeinschaftswiese. Ich habe dieses Wort über Rupert Riedl, einem meiner Lebensmenschen, kennengelernt. Etwas gemeinsam nutzen, etwas gemeinsam pflegen - diese fein gesponnen Fäden des Gleichgewichts: Geben und Nehmen. Der Kopf allein ist nicht der Nabel des Denkens - Dichterworte als Wegweiser in die Zwischenräume von Tages- und Nachtbildern. Offen für die Leser/innen.

 

Zeitzug-AuotrenDie einst unter Essays, Prosa und unter Poets, Dichter angeführten Beiträge werden peu à peu unter Autoren eingeordnet. Die Sitemap ist das Inhaltsverzeichnis vom Zeitzug - wie in guten Büchern. Dem Inhalt und dem interessierten Lesenden gehört meine Aufmerksamkeit. Der Zeitzug verzichtet auf Kommentare, Bewertungen, Abfragen.

Es stappeln sich nicht veröffentliche Manuskripte auf dem Schreibtisch, die aufzuarbeiten beziehungsweise  ins Deutsche zu übertragen sind. Das Erlernen von sich in immer kürzer werdenden Abständen verändernder Systeme ist zeitintensiv. Die Twitter Accounts von Freunden aus verschiedenen Teilen der Welt dienen mir als Nachrichtenquelle. Der ständigen Erreichbarkeit entziehe ich mich durch Offline-Phasen. Es finden sich Begegnungen tagtäglich. Wichtig sind mir Gespräche - von Angesicht zu Angesicht. Zwiegespräche, die dem Austausch dienen.

Vieles  wurde losgelassen, manches notiert. Verantwortung und Freiheit - in deren  Zweiklang sehe ich meinen Weg.

 

Milena Findeis