TAMAR RADZYNER
Lyrikerin, Łódź 1927 - Wien 1991

Die CD mit einundzwanzig Gedichten gelesen von Brigitte Karner, trägt den Titel Mimikry, wie eines der Gedichte der Lyrikerin Tamar Radzyner.


Mimikry

Die eigenen Spuren
verwischen.
Tarnfarben annehmen.
Einen anderen Namen
überziehen
Mit der Mauer verschmelzen
In die Tapete
einsinken
Aus Angst —
jemand könnte mich
zur Rechenschaft ziehen
für den Mord 
an allen Möglichkeiten

 

JundensternPorzellangasse III

Der Mond in meiner Gasse ist gelb
Gelb wie ein Judenstern

An diesem Fenster stand
vor langem ein jüdischer Dichter —
nach ihm wurden sauber
alle Spuren geöscht —
schaute zum Mond hinauf
zu weiten unwahren Welten
In seiner wahren Welt
gibt's keinen Platz für ihn

Der Mond in meiner Gasse ist gelb
An diesem Fenster stand er
als sie die Türe zerbrachen
das war keine Dichterversion
das war unbeschreiblich da

Auf der Geraden Fenster-Mond
wandert durch Lichtjahre ein Blick
der meinen Schlaf zerbricht

Der Mond in meiner Gasse ist gelb


Geboren wurde Tamar Fajwlowicz am 31. März 1927 in Łódź als Tochter einer jüdischen Familie. Von 1959 bis 1991 lebte sie mit ihrem Mann Viktor und ihren beiden Töchter Joana (geboren 1954) und Olga (geboren 1957) in Wien, jener Stadt, die sie in dem Gedicht "Diese Stadt" beschrieb: Auf der CD Mimikry ist das Gedicht unter dem Titel Porzellangasse I zu finden:

Ich will nichts von dieser Stadt
und die Stadt will nichts von mir wissen.
In der einsamen Ruhe
einer Taucherglocke
schwebe ich
fremd aber geduldet
alle Klänge sind matt gedämpft
alle Bilder nachsichtig verdunkelt
unwahrscheinlich, abgerückt, verlangsamt.
Es berührt mich nichts in meiner Glocke
solange ich nicht auf dem Grund ankomme
wo die träge Grausamkeit döst.

Ich erwarte nichts von dieser Stadt
und die Stadt erwartet nichts von mir.
Nicht sie ist an meiner Fremdheit schuld:
Nicht sie ist vom Tode verseucht.
Seine Fremdheit wie seinen Tod
wiegt ein jeder im eigenen Schoß.

Der beidseitigen Gleichgültigkeit
ist ein Verständis erwachsen.

Veröffentlicht in dem Gedichtband "Meine wahre Heimat", Alekto Verlag Klagenfurt 1999

 

Tamars Vater war Textilfabrikant, ihre Mutter, die zweite Frau des Vaters, Pianistin. 1940 kam Tamar gemeinsam mit ihrer Familie in das Ghetto Łódź. Dort nahm sie Kontakt mit der kommunistischen Jugendbewegung auf, einer der Anführer der Widerstandsbewegung war Viktor Niutek Radzyner (1925 Łódź - 1991 Wien), ihr künftiger Ehemannn, den sie schon aus Kindertagen kannte.
Am 29. August 1944 wurde sie mit dem letzten Transport aus dem Ghetto (danach wurde Łódź als letztes Ghetto in Polen aufgelöst) nach Auschwitz deportiert, von dort nach Stutthof und weiter in ein Außenlager des KZ Flössenbürg in Dresden verlegt. Bis zu den Luftangriffen im Februar 1945 arbeitete Tamar in einer der dortigen Munitionsfabriken. Im April 1945, nach der Evakuierung des Außenlagers KZ Flössenbürg gelang ihr auf dem Weg in das KZ in Pirna, auf dem Gebiet des damaligen Reichsprotektorats Böhmen und Mähren, die Flucht nach Polen.
Dort schloss sich Tamar der kommunistischen Arbeiterpartei Polens an. Sie studierte Polonistik, wurde Funktionärin des kommunistischen Jugendverbandes und arbeitete als Journalistin. Während dieser Zeit trug sie den Namen Helena Glibowska. Nach der Heirat mit Viktor Niutek Radzyner lautete der Familienname des Ehepaares Młotecki - den Namen Radzyner nahmen sie erst wieder in Wien an. Die wiederholten antisemitischen Kampagnen der polnischen Kommunisten veranlassten Tamar und Viktor mit der Partei zu brechen. 1957 stellten sie einen Ausreiseantrag — Tamar hatte sich zuvor in einem Artikel kritisch mit der Kollektivierung Polens auseinandergesetzt. Nach dem Ausreiseantrag arbeitete Tamar als Hilfsarbeiterin in Warschau.
Von 1947 bis 1952 war Viktor Niutek Radzyner unter seinem Untergrundnamen Młotecki jüngster Abgeordneter im Sejm, dem polnischen Parlament. 1952 wurde er, als jüdischer Großbürgersohn, von den Kommunisten degradiert, er verdiente seinen Unterhalt als Schulinspektor und Redakteur einer Zeitschrift für die Landbevölkerung.
Im September 1959 emigrierten Tamar und Viktor gemeinsam mit den Töchtern Joana und Olga nach Wien. Viktors Vater, der in den ersten Nachkriegsjahren nach Wien geflüchtet war, betrieb eine Wäscherei. Nach einigen Semester Medizin wurde Viktor, auf Geheiß und unterstützt vom Vater, Kaufmann. Tamar wurde Hausfrau, die sich in Wiens Geschäften aus Angst vor dem Antisemitismus als "Frau Bauer" ausgab.
1964 sandte sie ein Gedicht an die Redaktion der Radiosendung "Das unbekannte Chanson". Dadurch kam Tamar in Kontakt mit Georg Kreisler und Topsy Küppers. Für deren Kabarettprogramme verfasste sie in den Jahren 1971 bis 1974 Beiträge, nicht nur eigene Texte sondern auch Übersetzungen aus dem Russischen, Jiddischen, Polnischen, Französischen und Hebräischen, meist unter dem Pseudonym Helene Fawel. Schauspielerinnen wie Dorothea Neff, Angelica Schütz, Eva Zilcher lasen aus Tamars Gedichten, die seit 1988 in mehreren Anthologien veröffentlicht wurden und von Gitta Holroyd-Reece (geborene Deutsch) und Herbert Kuhner ins Englische übersetzt wurden.
Am 7. Juni 1991 erlag Tamar Radzyner in Wien einem Krebsleiden.


Die CD MIMIKRY wurde am 29.9.2019 in einer Matinee im Porgy & Bess, Wien vorgestellt, sie beinhaltet 21 Gedichte und Zeichnungen von Tamar Radzyner. Darunter

Häftlingsnummer 82-128.
Konzentrationslager Stutthof

Ich bin eine Nummer
Wie die anderen Nummern
liege ich am Fußboden
und stinke
Die Genossinnen fanden
für mich einen Bleistift
Einen Halm
um nicht zu versinken

Sie erwarten von mir
ein Gedicht, wie einst
über uns, über Lenin, über Stärke —
ich kann heute
höchstens ein Stück Brot besingen
und den Hunger
an dem ich verrecke

Ich habe die Krätze, Genossen
verfaule lebendig
Läuse kriechen über mein Gesicht
Für Euch, die jetzt in den Wäldern
die Gewehre laden
für Euch schreibe ich
den Todesbericht

Ich bin, Genossen, 16 Jahre alt —
und ich kann nichts um mich begreifen
Aus meinem Vater haben sie Seife gemacht
Und ich, ich wusch mich mit dieser Seife

Ich hatte meine Freunde, Nachbarn, meine Tanten
ich hatte meine große Liebe
Am Lagerhimmel hängt eine fette Wolke —
das ist von den Meinen geblieben

Ich hatte zwei lange blonde Kinderzöpfe
mein Schädel ist abrasiert
Ich hatte die verschämte junge Weiblichkeit
Nun bin ich keine Frau. Ich bin ein Tier

Doch ich schwöre auf Millionen der Gekreuzigten
auf meinen Haß, auf Hunger und Angst —
ich werde überleben, um laut auszuschreien
meine Zeugenaussage, meine Mordbilanz:

die Berge der unnützen Schuhe
Armeen der verkohlten Leichen
die Schreie "Mame! Mutti!"
in allen Sprachen die gleichen
das Heulen, das Heulen der Mütter
die Tonnen der goldenen Zähne
die Peitschen, die Stiefel, die Stöcke
die fette Stutthofsche Erde

Ich muß überleben, um weiterzugeben
das Ziel "Tod den Faschisten!"
Den Haß, der mich verbrennt —
Ich werde überleben —
denn ich bin kein Mensch mehr
Ich bin nur mehr ein Zeuge —
ich bin ein Testament

Geschrieben für das Progamm "Immer wieder Widerstand"


Tamar, Olga, Joana RadzynerTamar Radzyner, 1927 - 1991

Autobiografie in der Anthologie
"Wären die Wände zwischen uns aus Glas",

Verlag Der Apfel, Wien 1992

"Geboren in Polen, zu spät, um die ‘Goldenen Zwanziger Jahre’ zu genießen, zu früh, um dem Krieg und der Naziverfolgung zu entgehen.

Nachdem ich mein größtes Erfolgserlebnis – das Überleben – erreicht hatte, versuchte ich, meinen überschüssigen Idealismus mit der politischen Arbeit zu verbinden. Wie die meisten Versuche dieser Art schlug auch dieser fehl.

Jetzt lebe ich in Wien als Hausfrau und Mutter und versuche, mir den Psychater zu ersparen, indem ich meine Ängste in Gedichten niederschreibe".

 

Das Wienerisch-Slawische

Heut' werd' ich mich besaufen
Heut' werd' ich mich beschwipsen
Heut' werd' ich mich antschechern
im allerbesten Stil!
Heut' werd' ich mich andudeln
antritschen und ansäuseln
und Einen sitzen haben
auf tausendeins Promil!

Der Gasthof wird zur Bühne
und ich werde Ophelia.
Der Dreck auf feuchten Tischen
verschmilzt zu Blau und Gold.
Um mich wächst meine Stille
um mich dröht meine Größe
— hört auf zu lachen, schaut nur
wie mich der Teufel holt!

Der Schnaps in meinen Adern
der Wahn in meinen Adern
die Welt in meinen Händen
ich zeichne ihren Lauf!
Morgen wird kalter Rauch sein
übel und lau und grau sein
Morgen wird nüchtern rauh sein
doch heute pfeif' ich drauf!

Heut' werd' ich einen heben
wie nie in meinem Leben
und morgen werd' ich kotzen
im Dreck, im Schmutz, im Mist!
Heut' sauf' ich wie besessen
um einmal zu vergessen
für eine Nacht vergessen —
wie mir zum Kotzen ist!

Aus dem Gedichtband Nichts will ich dir sagen, Gedichte und Chansons, Theodor Kramer Gesellschaft
Herausgegeben von Joana Radzyner und Konstantin Kaiser, 2016


Sonntagsspazier

Sonntagsspazier, Sonntagsspazier
der Gatte bei mir
die Kinder vor mir
die Bäume und Häuser
im braven Spalier
Sonntagsspazier —
Sonntagsspazier —
Sonntagsspazier
                gang.

Auch Revoluzzer
auch die sind hier
rrrevolutionsfrei
für Sonntagsspazier
selbst Jenny Marx
hat mal Kinder geführt
auf Sonntagsspazier —
Sonntagsspazier —
Sonntagsspazier
                  gang.

Sonntagsspazier
Sonntagsspazier
einer liiert
der zweite krepiert
wer überlebt
der kommt ausstaffiert
zum Sonntagsspazier —
Sonntagsspazier —
Sonntagsspazier
                  gang.

Sonntagsspazier
Sonntagsspazier
jeder erwartet
daß etwas passiert
man wartet beim Eis
beim Krügerl Bier
doch was passiert
ist Sonntagsspazier —
Sonntagsspazier —
Sonntagsspazier
                  gang.

Wenn ich mal hänge
am Fensterscharnier
im Durchzug baumelnd
blau stranguliert
wißt, daß der Grund
der zum Hängen mich zwang
war Sonntagsspazier —
Sonntagsspazier —
Sonntagsspazier
                  gang.

Text Tamar Radzyner, von Georg Kreisler für "Purzelbäume" vertont 

Georg Kreisler

Aus dem Vorwort zum letztendlich nicht zur Veröffentlichung gelangten Gedichtbandes von Tamar Radzyner, Basel 1992

"Vor vielen Jahren gab es eine österreichische Rundfunkserie, die "Das unbekannte Chanson" hieß, und bei der das Publikum eingeladen wurde, Liedertexte zu liefern, die, wenn brauchbar, professionell vertont und gesendet werden. Mir wurde die Aufgabe zuteil, die von Amateurdichtern eingesandten Texte zu prüfen und in den Papierkorb zu werfen. Denn es gab so gut wie nie empfehlenswerte Texte, nur Wäschekörbe mit kitschigen, faden Ergüssen armer, frustrierter Menschen. Gelegentlich fand man kleine Lichtblicke, also Texte, die man bearbeiten und irgendwie hinbiegen konnte, und ein einziges Mal erlebte ich die Entdeckung einer Dichterin. Sie hieß Tamar Radzyner.
Damals lernten wir uns kennen und blieben fast dreißig Jahre lang, bis zu ihrem Tod im Jahr 1991, eng befreundet (...) Zwischen Tamar und mir gab es fast von Anfang an ein stilles, schwer zu beschreibendes streng platonisches Übereinkommen, einander verstehen zu wollen. Das war nicht immer einfach, aber wir wollten es eben. Auch Tamar war spröde und schwierig. Äußerlich war sie ruhig und unscheinbar, aber innerlich von immenser Energie, eigensinnig und verschlossen bis zur Exzentrik, gleichzeitig aber warmherzig und von tiefer Weisheit. Sie lebte kein aktives Leben, sondern tastete sich durch die Welt wie ein Schmetterling und gelangte dadurch zu Einsichten, die wahrscheinlich nur einen Schmetterling, aber nie für einen Menschen erreichbar waren. (...)
Natürlich war Tamar vom Elend der Konzentrationslager für alle Zeiten geprägt, und es quellt aus jeder Zeile ihrer Gedichte, ohne dass sie dabei konkrete Erlebnisse schildert.(...) 
Tamar RadzynerDie Texte von Tamar Radzyner sind einzigartig in ihrer Einsamkeit und im Eingeständnis einer persönlichen Niederlage. Aus ihnen spricht eine Frau, die hoffnungslos blutet und der niemand helfen kann. Dabei erinnert sich diese Frau an nichts und vergisst nichts, sie hat nur begriffen, dass alles vergeblich ist, kann darüber aber nichts sagen, weil man über Vergeblichkeiten sowieso nur schweigen kann. Also schweigt sie, aber sie schweigt mit Worten. Es sind einfache Worte. Deutsch war nicht ihre Muttersprache. Sie kam sich wie "ein scheuer Gast im Nobelhotel" vor, wenn sie in deutscher Sprache schrieb, wie ein Gast, der nicht bezahlen kann und Angst hat. Vielleicht liegt in diesem kindlichen Unverständnis der Sprache etwas Wesentliches von dem Reiz, den die Gedichte ausstrahlen. So unfassbar wie die Welt, in der sie sich wider Willen befand, so unfassbar war für Tamar Radzyner die Sprache, mit der sie diese Welt zu beschreiben und zu bezwingen versuchte. Die Sprache versagte ihr die Sprache. (...)
Immer wieder sträubte sie sich, ihre Texte einem kommerziellen Zweck zu opfern, lieber zeigte sie sie gar nicht her. Gelegentlich versuchte sie trotzdem, einen frivolen oder lustigen Text zu verfassen, aber meistens misslang ihr das. Sie war keine Gebrauchsdichterin. Ihre Gedichte brachen aus ihr heraus, wie - mit Verlaub - schlechtes Essen, das einem im Magen liegengeblieben ist. Wenn sie ein Gedicht vorlas, tat sie es leise, fast verlegen. Sie liebte ihre Gedichte nicht, sie liebte ihre Töchter. (...) Wer Tamar Radzyner kannte, wird sie nicht vergessen können. Wer sie durch ihre Gedichte kennenlernt, wird einen wichtigen Teil von ihr kennenlernen, und wird - Zeichen echter Poesie - einige ihrer Zeilen immer wieder zitieren. Sie war Zeit ihres Lebens nicht sehr bekannt, aber ihre Zeit kommt noch, wenn sie nicht schon das ist."


Im Mai 2009 las Tochter Joana Radzyner im Studio von Radio Free Europe in Prag Gedichte ihrer Mutter, die von Igor Pomerantsev ins Russische übersetzt worden sind. 2016 erschien in der Lyrikreihe Nadelstiche der Band Nichts will ich dir sagen, Gedichte und Chansons von Tamar Radzyner, herausgegeben von Joana Radzyner und Konstantin Kaiser. Ich habe die Gedichte von Tamar Radzyner durch ihre Tochter Joana kennengelernt, sie waren mir Wegweiser, wenn es um mich herum finster gewesen ist, die Texte halfen mir, zurück ins Licht zu finden.

Brigitte Karner, Edgar UnterkircherBrigitte Karner, Bühnen-, Film- und Fernsehschauspielerin, interpretiert Tamars Gedichte darstellend, sie wird begleitet von Edgar Unterkirchner am Saxophon und von Roman Wohofsky am Piano. Im Booklet Mimikry sind die vorgetragenen Gedichte nachzulesen mit Zeichnungen von Tamar Radzyner. 

Bei Interesse an der CD bitte ein Mail an jradzyner(at)gmail.com - Betreff "Mimikry" - Tamar Radzyner.

August 2019, Milena Findeis

 

FOTOGALERIE: Matinee Porgy & Bess, 29. Oktober 2019, Wien

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