Im Wandel liegt Dauer — nach dem Beginnen, vor dem Ende.
Das Auge macht das Bild, die Kamera ist das Werkzeug.
Das Leben wirkt - Buchstaben, Wörter, Sätze erzählen davon im nachhinein.
Sie reihen sich aneinander: Tage mit und ohne Rand.

Milena Findeis, Augnerin

10.8.2020 Wandernd in mich hineingehen, der Weg findet sich. Einen Blumenstrauß für Milena Jesenská pflücken, in ihrer Essaysammlung "Křižovatky" (Kreuzung) fand und finde ich immer noch - die Impulse um in die eigene Spur zu kommen. Die Bilder von Ana Schönsteiner, wegweisend.

6.8.2020 Es geht - ich in sich. Anstelle der Erwartung „sein“ einbringen. So wahr mir wird.  

24.7.2020 Es gibt diese lichten Momente mitten in der Trauer und den Sturzflug mitten im Glück. Erfolg? Klug mit dem eigenen Scheitern umgehen. Leben ist Wandlung.

21.7.2020 Ich fühle - er endet - der "ewige Sommer der Werbung". Zukunftsweisend im digitalen Zeitalter, das Leben eingebettet im Sinn, der über die Lohnarbeit, hinausgeht. 

17.7.2020 Wo strandet ein Wunsch, der von der Wortlosigkeit zurück prallt, weitersegelt im Äther der gebrochenen Wellen? Stimmen aus der Vergangenheit, Zeitecho, jetzt, heute?

11.7.2020 Fallende Haarspitzen treffen auf Zehen, darunter geschichtet vermoderte Blätter. Den vom Regen in die Höhe getriebenen Raps verarbeitet mit dem Vermerk: Keine Balkonpflanze.

10.7.2020 Verknüpft an keinen bestimmten Ort, an keine Nation, nicht sprachgebunden - es kommt aus dem Inneren - immer dann, wenn es wesentlich ist: daheim.

27.6.2020 Den Rucksack packen für einige weitere Stationen. Begegnungen mit Menschen, Gespräche, Wanderungen. Pausieren im Offline-Modus. Ahoj!

20.6.2020 Die Nacht rauscht ab und unter, meeresnah. Die Erinnerung spült Wellen hoch - Lozenets.

15.6.2020 Die eigene Meinung mit "wir" beschreiben - kann ich nicht nachvollziehen. (Ab heute verkehrt der Railjet wieder zwischen Graz und Prag, sogar verlängert bis nach Berlin.)

Tagesrandbild

Kreuzung

10.8.2020 Wandernd in mich hineingehen, der Weg findet sich. Einen Blumenstrauß für Milena Jesenská pflücken, in ihrer Essaysammlung "Křižovatky" (Kreuzung) fand und finde ich immer noch - die Impulse um in die eigene Spur zu kommen. Die Bilder von Ana Schönsteiner, wegweisend.

Zwischen (W) Orte

Wer ist der Zensor?

Zensor 

Milena Jesenska
Veröffentlicht in Svět práce, 1. Dezember 1933, ins Deutsche übersetzt von Eva Hoffmann