Im Wandel liegt Dauer — nach dem Beginnen, vor dem Ende.
Das Auge macht das Bild, die Kamera ist das Werkzeug.
Das Leben wirkt - Buchstaben, Wörter, Sätze erzählen davon im nachhinein.
Sie reihen sich aneinander: Tage mit und ohne Rand.

Milena Findeis, Augnerin

13.2.2020 Die Wellen von außen das Innere neu schichten. Der Sturm - nahe am Orkan - hat sich gelegt: seine Spuren aufräumen. 

7.2.2020 Der fehlende Schlaf hat Fragen angehäuft - der anbrechende Tag wird die eine oder andere Antwort erübrigen. Jein.

6.2.2020 Wer nur mit dem eigenen Spiegelbild redet, und das tun alle, die nichts anderes hören wollen als das, was sie für richtig halten, endet im Desaster. Wolf Lotter Klartext brandeins 02/2020 Kommunikation

2.2.2020 Im Rückspiegel betrachtet: ein sachliches Loslassen befreit von der Last des emotionalen Festhalten, letzteres bewirkt ein Erstarren des Lebendigseins. Adieu, Notizhefte aus  mehr als fünfzig Jahren, beim Eintauchen sah ich das endlose Kreisen um Stimmungen. Das Wesentliche lebt. 

31.1.2020 Alte Aufzeichnungen, Briefe wurden der Papierverwertung übergeben. Die Rückschau auf vergangene Zeiten wird dem Vergessen anvertraut, ab sofort  amtlich als Rentnerin anerkannt: Seins-Zeit.

26.1.2020 Dem Herz folgend findet mich der Wald, der dem Stadtrand entlang mäandert. Abends ins Theater zu einem Handke Stück "Spurren der Verirrten".

23.1.2019 Losgelöst von der Ichhaftigkeit, hingewendet zum Du – dem Wir, löst sich das "UN" von der Freiheit.

19.1.2020 Vor und nach der Lektüre hinaus in die Weite der Natur. Dieses Wechselspiel erdet.

11.1.2020 Verjährung. Stühle bleiben zunehmend unbesetzt. Zurück, das streckt sich in die Länge, nach vorne verkürzt sich mit jedem Geburtstag.

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8.1.2020 Freiwillig sich wandeln, ohne den Druck von äußeren Ereignissen? Aus welchem Chaos schöpfe ich Energie? Ein Zwiegespräch mit dem Bauplan meiner Gedankenstruktur.

Aktuelle Textbeiträge

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Scherben

6.10.2022 Gedankenfluten: die aufbauenden Jahrzehnte, von 1970 bis 2010 verblassen, bieten keinen Halt in der Gegenwart. Mich an den Gegebenheiten des Jetzt neu orientieren.

Zwischen (W) Orte

Es klingt nach

"Bitte verzeih die Schreibfehler, ich werde halt schon alt", PS von einem Brief geschrieben am Dienstag 14. Oktober 1986