Im Wandel liegt Dauer — nach dem Beginnen, vor dem Ende.
Das Auge macht das Bild, die Kamera ist das Werkzeug.
Das Leben wirkt - Buchstaben, Wörter, Sätze erzählen davon im nachhinein.
Sie reihen sich aneinander: Tage mit und ohne Rand.

Milena Findeis, Augnerin

2.1.2020  Das Ergebnis der 27. Nationalratswahl vom 29.9.2019 beschert Österreich ein neues Farbenspiel: Türkis-Grün. Jahresauftakt.

1.1.2020 Mit Fundstücken das Lebendigsein gestalten. Die Leichtigkeit der Zwischenräume im Inneren spüren. Sonnenbestrahlt die Vogelfeder.

27.12.2019 Im Nebel der Zwischenraum, ein Übergang von drinnen und draußen. Fenster öffnen für die letzten Tage im Jahre 2019. Neu ordnen und bewahren anstelle von Aussortieren - gelernt habe ich es vom Kind, einem Wiederverwerter.

24.12.2019 Verbunden und getrennt durch die Geburt. Eng miteinander verschmolzen Schmerz, weggefegt von der Freude. Das lebendige Licht schauen, die Liebe spüren. Danke Kind.

20.12.2019 Acht Jahre: Schmerz hat sich in beinahe jede Erinnerung gelegt. In Dir ist beim Abschied die Freude aufgeflammt. Dieses Licht hineinlassen in die Gegenwart: ich werde es lernen, finden, erfinden. Danke Hana.

17.12.2019 Auf dem Weg zum Hauptpostamt um Briefe aufzugeben sehe ich vor den Wechselstuben Menschenschlangen: sie alle wollen Geld wechseln. Schaue in ungeduldige Gesichter und der Blick schwenkt hin zu einer Auslage: Sonderangebot. Rückzug in die Stille des Waldes.

12.12.2019 In welchen Fenstern brennt Licht? Den Lauf der Sonne betrachten, ihr Gang, morgens und abends - ein Trugbild der sich drehenden Erdkugel. Welche Wahrnehmung wird schneller weggedrückt: das Erinnern oder das Vergessen?

10.12.2019 In der Dämmerung ähnelt das Weidenblatt einer Vogelfeder. Im Kalender-Dezemberblatt fehlen Einträge: die Tinte ist eingetocknet, die Feder kratzt. 

7.12.2019 Laut Kalender: zweites Adventwochenende. Im Garten knospen Rosen, der Goldregen blüht. Mittags an windgeschützter Stelle ein Bad in der Sonne, kurzärmlig (Gartenstadt, Prag).

4.12.2019 Darüber treibt uns der Schwung, wie das Gefäll ihn leiht ... Nichtmal zur Spiegelung bleibt uns Zeit. Na druhou stranu prýč spád žene nás ... Ani se zrcadlit nemáme čas. Rainer Maria Rilke

Tagesrandbild

LebensVERlauf

26.11.2010 Der Fülle der Leere ist nichts entgegenzusetzen. Sie ist an meine Stelle getreten. Für unberaumte Zeit.

Zwischen (W) Orte

Backstage am Set

Ohne fein abgestimmte Zusammenarbeit gibt es keine Filmsequenz