Im Wandel liegt Dauer — nach dem Beginnen, vor dem Ende.
Das Auge macht das Bild, die Kamera ist das Werkzeug.
Das Leben wirkt - Buchstaben, Wörter, Sätze erzählen davon im nachhinein.
Sie reihen sich aneinander: Tage mit und ohne Rand.

Milena Findeis, Augnerin

6.9.2018 Vom Regiepult  der Befehl im Trompetenton: "Ich gebe 100 Prozent, um ein Zehntel  Begeisterung zu erhalten!". Die geforderte Übertreibung allerortens: Arbeitswelt — Opernwelt.

21.8.2018 Der Ruf, den Himmel hinauf, verhallte inwendig: anstelle des Regens tränte die Seele, löschte den Durst nach dem Vielen.

1.8.2018 Gestaute Juli Hitze in Holz, Stein und Beton. Die Vögel zwitschern morgens nicht mehr, suchen Wassertropfen an Blumenblättern.

1.7.2018 Wach werden, wenn es sich ausgeträumt hat. Hirnregionen neu erobern. Staunen wieder erwecken.‬

Schwarzes Meer, Lozenets

21.6.2018 Zurück von Lozenets am Schwarzen Meer. Lange Tage lichterfüllt, dem Klang der Wellen lauschend.

16.5.2018 Ich nahm mir die Zeitn — stehen zu bleiben.

23.4.2018 "Als wir begriffen, wie aus netten Auswanderern üble Kolonisten geworden waren, hatten wir es eilig, den Ort zu verlassen". Daniel de Roulet, Seite 97 "Zehn unbekümmerte Anarchistinnen".

Farbenspiel

14.4.2018 Der abrupte Übergang von Winter- zu Sommertemperaturen spiegelt sich in den Farben der Natur.

9.4.2018 In ganz Tschechien versammelten sich  Menschen, für eine anständige Regierung, denen Werte wichtiger sind als Parolen. Es erinnerte mich an den November 1989.

8.4.2018 Aus dem Schatten ins Licht getreten. Die vom Fasten neu geöffneten Sinne feiern Auferstehung.

Tagesrandbild

Ichhaftigkeit

23.1.2019 Losgelöst von der Ichhaftigkeit, hingewendet zum Du – dem Wir, löst sich das "UN" von der Freiheit.

Zwischen (W) Orte

Ohne Vor- und Gegensatz

In Wurzeln und Knospen gewärtig sein