Im Wandel liegt Dauer — nach dem Beginnen, vor dem Ende.
Das Auge macht das Bild, die Kamera ist das Werkzeug.
Das Leben wirkt - Buchstaben, Wörter, Sätze erzählen davon im nachhinein.
Sie reihen sich aneinander: Tage mit und ohne Rand.

Milena Findeis, Augnerin

18.10.2019 Einen anderen Blick einüben. Schicht für Schicht. Vom Äußeren ins Innere. Festgeschriebene Worte, die Wandlung der Begriffe im Zeitfenster betrachtet. Verhärtete Krusten abarbeiten, durch den Schmerz hindurch - bis sie wieder spürbar ist: die wärmende Zugeneigtheit.

12.10.2019 Splitter an der Wand reflektieren die Gegenseite. Das Wahrnehmen über die innere Linse, die das aufnimmt was dem Muster der vorhandenen Erkenntnis entspricht. Eine neue Sichtweise mit einem offenen Blick finden.

11.10.2019 Eingeengt, einen Durchblick finden. Beides ist eine ins Bild gesetzte Annahme: Enge und Blick. Wegschauen? Hinschauen? Durchschauen?

9.10.2019  Jsou krajiny, kde děti ješte vlakům mávají. / Vždycky jsme malinko smutní / na malých nádražích / kde nikdo nečeká. / Najednou máme bílou duší z bezu, / najednou je v nás příliš z člověka. Jan Skácel

Wien-Mokka

1.10.2019 Burgtheater: Faust-Premiere enttäuschend, Porgy & Bess: Matinee Mimikry berührend, danach den Gesprächen auf der Straße gelauscht, Wahlsonntag. In Lieblings-Cafés Freunde getroffen, sie ist lebendig geblieben - Wiens Kaffeehauskultur: großer Mokka kurz, internationale Zeitungen.

Lichtbündel

23.9.2019 Montags beim Aufwachen die Lichtwellen der Liebe so bündeln, dass ich mich nicht mehr ängstige vor den Nadelstichen des Hasses.

15.9.2019 Nebelfestspiele: das Graudicht schluckt Farben und Geräusche, setzt sich an den Fersen fest, gemahnt an die Asche der frisch Verstorbenen. Im Septemberlicht leuchten die kürzer werdende Tage: Erntedank

2.9.2019 Die Rolle der Zuhörerin: der erzählenden Gästin Raum zu schaffen, sich selber zu entfalten - fern von allen Ratschlägen, Wegweisern und Vorsätzen. Das Aufbrechen beginnt mit dem ersten Schritt, jetzt.

27.8.2019 An der Schwelle in ein Loch fallen: erdnah und eng. So eng, dass der Atem gepresst wird. Durchschneiden der Nabelschnur ein zweites Mal. Gewissheit endet. Die Reise ohne Gepäck antreten.

23.8.2019 Der Blick schaut aus dem langen Schatten in die kürzer werdende Tage hinein - ob und gerade wegen des angesammelten Wehs -  ein Leuchten im Inneren spüren. Langsames Abnabeln von fremdbestimmtem Äußeren.

Tagesrandbild

Distanz

19.10.2020 Online an der digitalen Frankfurter Buchmesse teilgenommen. Begegnungen von einst an der Bar des Frankfurter Hofs wurden durch einen "Virtuellen Absacker" in die Gegenwart gezogen.

Zwischen (W) Orte

Backstage am Set

Ohne fein abgestimmte Zusammenarbeit gibt es keine Filmsequenz