Stanislav Tůma

Die leuchtenden Jahre

"Roky měřené světlem" der Titel der Fotoausstellung, die am 10. Jänner 2019 in der Leica Galerie Prag von der Kuratorin Eva Heyd eröffnet worden ist.

Vernissage Stanislav Tůma

Die Einladung dazu erhielt ich von Hans Kragh-Jacobsen aus Kopenhagen, er hatte im Winter 1968/69, während seines Studiums an der FAMU in Prag einen Dokumentationsfilm über den damals achtzehnjährigen Stanislav gemacht, der noch nicht wusste, dass er einmal in die Annalen als einer der interessantesten tschechischen Fotografen der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts eingehen wird. Hans traf ich zum ersten Mal 2008 als er, gemeinsam mit seiner Frau Rhea, an einem Prag Reiseführer für den dänischen Verlag POLITIKENS REJSENBØGER arbeitete. Mit Hilfe der filmischen Dokumentation von Hans über Stanislav tauchte ich in die Atmospähre der Zeit nach dem "Prager Frühling" ein, sie blieb in mir haften. Stanislav, ein schüchterner junger Mann, der außerhalb von Prag lebt, mit der Straßenbahn nach Prag fährt, über Prag, sein Leben, seine Freunde sinniert.

Auf den Fotografen Stanislav Tůma (1950 - 2005) wurde ich durch Maria Hammerich-Maier aufmerksam, die mit Stanislav für den Fotoband "Prager Motive" zusammenarbeitete. Bei der heutigen Vernissage war die Leica Galerie voll, der erste Blick auf die ausgestellten Fotos weitete durch die Augen das Herz.

Ich werde wieder kommen, um mir die Fotos in Ruhe anzuschauen. Das was ich gesehen habe, dieses so gekonnte Spiel mit LIcht und Schatten ist Freudenstoff und Meditation zugleich, erinnert mich daran, warum ich vor siebenundzwanzig Jahren nach Prag gekommen bin ... Danke Stanislav.

 

Prag, 10.1.2019, Milena Findeis, Augnerin

Tagesrandbild

Lichtstreifen

17.9.2019 Die Erinnerung, 30 Jahre nach Beginn der Samtenen Revoltuion auf einer Prager Wiese am 17. November 2019. "Und nochmals die Liebe" Jan Skácel "inwendig zu schauen und die Augen zu schließen und dennoch zu sehen"

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Peter Handke und der Literatur-Nobelpreis

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